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„Schon wieder ein langer Nachmittag“ – solche Seufzer wird es an den Michaelsschulen zukünftig seltener zu hören geben, denn mit der zum neuen Schuljahr geplanten Veränderung des Zeittaktes werden nicht nur die Schultaschen leichter werden, sondern auch der Nachmittagsunterricht wird aus der Orientierungsstufe ganz verschwinden. Der Nachmittagsunterricht wird sich deutlich verringern und erst später einsetzen. „Wir versprechen uns durch die Umstellung von 45 auf 67,5 Minuten je Unterrichtseinheit Vorteile durch weniger Lerngruppen- bzw. Lehrerwechsel, weniger Fach- und Raumwechsel und dadurch insgesamt weniger Hektik im Schulalltag“, so Schulleiterin Gertrud Oppenhoff. Ein Blick auf das veränderte Zeitraster bestätigt diese Einschätzung:
Am Vormittag bis 12.55 Uhr gibt es nur vier Unterrichtsblöcke, getrennt durch zwei zehn- und eine zwanzigminütige Pause. Der Nachmittagsunterricht beginnt erst nach der vorgeschriebenen 60-minütigen Mittagspause. Die einzelnen Stunden dauern 67,5 Minuten, das sind anderthalb Schulstunden. Das erleichtert die Umrechnung in vom Land vorgegebene Pflichtstundenzahlen. Doppelstunden hingegen wären zu lang.
Die Veränderung der Unterrichtszeiten soll vor allem auch eine stärkere Selbsttätigkeit der Schülerinnen ermöglichen, es sollen sich effektivere, da schon im Unterricht in einer längeren Unterrichtsstunde besser vorbereitete Hausaufgaben ergeben. „Wir sind überzeugt, dass wir individuelle Lernfortschritte so besser beachten können und dass Stundenergebnisse solider gesichert werden können. ’Lernen braucht Zeit!’“, stellt Gertrud Oppenhoff abschließend heraus. Gerade den Fünftklässlerinnen soll so die Umstellung von der Grundschule auf die Realschule leichter fallen, sind sie doch dort längere Lerneinheiten, weniger Lehrkraftwechsel und Eigentätigkeit im Unterricht bereits gewohnt.
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